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Hundefotografie Portrait - CANDOG Fachseminare
 In unserer Serie über Hundefotografie erklärt Profifotografin Daniela Drews
wie Du zu einem perfekten Foto kommst.
 

Heute – Das Portrait:

Grundsätzlich solltest Du Portraitaufnahmen zu Beginn eines Shootings machen, damit der Hund nicht zu stark hechelt und nicht schmutzig ist. Dabei sind die Grundlagen zu beachten wie eine gute Perspektive, Lichtrichtung, Hintergrund, Halsband ab, Schärfe/Licht im Auge etc.

Beim Portrait ist unsere wichtigste Einstellung die Blende.

Damit bestimmen wir den Schärfebereich. Bei ganz offener Blende (kleine Blendenzahl) kann es je nach Hundekopf sein, dass nur das Auge scharf ist, die Nasenspitze dann nicht mehr. Bei einem Mops kann man also mit kleinerer Blendenzahl arbeiten, als bei einem Collie.

Je nach Hunderasse/Typ ist also eine Anpassung nötig, meistens ist aber der Blendenbereich um F 6.3/F 7.1 gut um den Kopf komplett scharf zu bekommen. Bei einer Brennweite zwischen 80 und 100mm (also echte 140 bis 160mm) ist dann noch der Vorder- und Hintergrund schön unscharf, um den Hund mehr hervorzuheben.

Hundefotografie Portrait - CANDOG FachseminareDie ISO können wir dabei sehr niedrig halten, um eine bessere Abbildungsleistung zu erhalten, also möglichst (je nach Wetter) mit ISO 100 oder 200 arbeiten. Wird dann die Belichtungszeit länger als eine 1/100sec. sollte der ISO-Wert doch leicht erhöht werden, um eine Bewegungsunschärfe zu vermeiden, weil unsere Hunde ja doch recht selten vollkommen still sitzen.

Fotografiert wird dann mit „Blendenpriorität“, also die Blende geben wir vor, die Zeit passt sich automatisch an. (Die Programme heißen in der Regel „A“ oder „Av“).

Bildstabilisator und Autofokus können an sein!

Die Belichtungsmessung wird meistens auf „Mehrfeld“ eingestellt.

Das schließt einen größeren Bereich als den Fokuspunkt ein, die Kamera macht dann einen Kompromiss aus den verschiedenen Lichtverhältnissen.

Wenn möglich, also einen sehr hellen Hund vor einem eher hellen Hintergrund platzieren, einen schwarzen dann entsprechend also eher vor dunklerer Kulisse. Ist das nicht möglich bzw. reicht uns das Ergebnis noch nicht, kann die Belichtungsmessung bei sehr dunklen und sehr hellen Hunden auf „Spot“ gestellt werden. Hierbei wird dann der Hund korrekt belichtet, der Hintergrund muss aber in der Regel nachbearbeitet werden.

Haben wir z.B einen schwarz-weißen Hund, können wir noch eine Methode nutzen. Wir messen mit halb durchgedrücktem Auslöser einen möglichst vom Licht her „durchschnittlichen“ Bereich, also z.B. den Rasen oder eine hellbraune Wand etc. und speichern die Einstellung mit der Taste „Belichtungsspeicherung“ (je nach Kamera unterschiedlich, in der BDA nachschauen). Dann fotografieren wir mit dieser gespeicherten Einstellung die schwarz-weißen Hunde und erreichen einen guten Kompromiss.

Um Licht ins Auge zu bekommen ist es sinnvoll, sich mit der Kamera noch unterhalb der Hundeaugen zu befinden. Ein eventueller Helfer kann dann noch zusätzlich dafür sorgen, dass der Hund leicht nach oben blickt.

 Tipp: Weiß-farbige Hunde (also Hunde mit starken Kontrasten) lassen sich besser bei heller Bewölkung fotografieren als bei knallender Sonne. Im Sommer bei strahlendem Sonnenschein sollte man das Fotografieren zwischen 13 und 16 Uhr lassen. Dann ist das Licht viel zu hart. 

 

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Über die Autorin
daniela-drews-teaser_350Daniela Drews ist professionelle Fotografin und hat sich schwerpunktmäßig auf Kinder- und Tierfotografie sowie Outdoorfotografie spezialisiert. Danielas Bilder werden in verschiedenen Printmedien, Büchern, Zeitschriften und Kalendern abgedruckt. Wer mehr über die Hundefotografie lernen möchte, kann auch Seminare bei ihr buchen. www.drews-fotografie.de.

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