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Gemeinsam statt einsam | CANDOG Blog

Mit dem Hund in der freien Natur unterwegs zu sein, ist für den Besitzer und seinen Liebling die natürlichste Sache der Welt. Es ist genau dieses gemeinsame Unterwegs-Sein, was Menschen und Hunde schon seit Jahrtausenden verbindet. Der Hund schließt sich dem Menschen an, ist Begleiter und Familienmitglied. Durch gemeinsame Spaziergänge erholt sich der Mensch vom Alltagsstress und kann wunderbar „entschleunigen“. Der Hund kann frei seinen Bedürfnissen nachgehen, Zeitung lesen und Artgenossen treffen.

Doch schnell wird aus der Chance zur gemeinsamen Aktivität eine Parallelveranstaltung, bei der der Hund seinen jagdlichen Interessen frönt, während der Mensch mit seinem Handy beschäftigt ist. Dann wird aus Gemeinsamkeit schnell ein Gegeneinander, weil der Besitzer das Verhalten seines Hundes regulieren will.

Disharmonie und konträre Interessen sind die Folge: Der Hund möchte jagen, der Mensch sich erholen.

Abgesehen davon, dass es für beide Seiten anstrengend und nervig ist, hat es auch Einfluss auf die Beziehung, die unter dieser Diskrepanz leiden kann.

Eine Symbiose

Kehren wir doch einfach zurück zu den Wurzeln dieser wundervollen Beziehung zwischen Mensch und Hund. Ganz am Anfang stand die Jagd und ein geteiltes Interesse an Beutetieren. Der Hund konnte mit seiner Nase hervorragend den Menschen auf Wild aufmerksam machen. Der Mensch hingegen konnte mit Hilfe seiner körperlichen Fähigkeiten und Waffen auch große Beutetiere erlegen.

Für den Hund war diese Art der Jagd mit deutlich weniger Risiken behaftet, als sich alleine mit einer möglicherweise sehr wehrhaften Beute auseinanderzusetzen. Der Hund profitierte von der gemeinsamen Jagd, weil er im Gefolge der Menschen als lebende Mülltonne für eine bessere Hygiene sorgte und sich an den Abfällen und Exkrementen der Menschen satt fressen konnte.

Noch heute ist das Appetenzverhalten der Hunde als Jäger und Beutegreifer auf jedem Spaziergang erkennbar. Das ursprüngliche Verhalten des Hundes hat sich wenig geändert, ist es doch seine Natur, in Zusammenarbeit mit dem Menschen Beute zu machen.

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Viele Hundehalter möchten gerne ihren Hund artgerecht auslasten und beschäftigen. Eine hervorragende Möglichkeit, dies zu tun, verbirgt sich im „Dog-Caching“.
Beim Dog-Caching wird ein speziell für Mensch und Hund ausgelegter „Schatz“ gesucht. Hierfür erhält der Mensch die Koordinaten, um diese in ein GPS Gerät einzugeben. Gemeinsam mit dem Hund macht sich nun der Hundebesitzer auf den Weg zu den angegeben Koordinaten und lässt sich mit dem GPS Gerät genau an die Stelle führen, an der der Dog-Cache liegt. Nun kommt die Hundenase ins Spiel.
Der Hund darf nun seinen Teil der jagdlichen Aktivität beisteuern: Er darf den Cache suchen und anzeigen oder apportieren.
Wenn er dabei Hilfe benötigt, kann der Mensch ihn unterstützen. Das schweisst zusammen – der Mensch weiß, wo man Beute machen kann und führt den Hund in ein jagdlich interessantes Gebiet. Weil auch der Hund einen wichtigen Teil beitragen kann, fühlt er sich sozial anerkannt und in die Gemeinschaft integriert.
Der Cache besteht NICHT aus Futter, sondern beinhaltet eine Aufgabe, die Mensch und Hund als Team erfüllen können.

Dies erhöht die Motivation des Hundes, den Cache finden zu wollen: Die gemeinsame Aktivität ist für viele Hunde attraktiver als Futter.

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Dog-Caching verbindet alles, was der Hundehalter für sich und seinen Hund benötigt, um als Team in der Natur gemeinsam aktiv zu sein. Es wirkt sich positiv auf die Beziehung aus, man hat ein gemeinsames Ziel und Spaß miteinander. In vielen Fällen kann Dog-Caching als Gruppenerlebnis mit mehreren Mensch-Hund-Teams sogar therapeutisch wirksam sein für Hunde mit speziellen Bedürfnissen.

Angsthunde und solche mit Problemen in der Leinenführung oder mit Artgenossen profitieren von gemeinsamen Gruppenaktivitäten. Sie werden ruhiger, passen sich der Gruppendynamik an und weiten ganz nebenbei ihre Frustrationstoleranz und Impulskontrolle aus.
Dog-Caching ist eine artgerechte Auslastung für alle Hunde und bringt Mensch und Hund gleichermaßen großen Spaß.

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Über die Autorin
susanne-last-teaser_350Susanne Last ist ausgebildete Tierheilpraktikerin, Natural Dogmanship®– Instruktorin und von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin, so wie im Besitz der Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz zum Ausbilden von Hunden. Mit Sitz im Pinneberger Raum und überregional bietet sie ganzheitliche Verhaltensberatung und Beziehungs-Coaching für Mensch und Tier an. animal-coaching.de
canilogie.blogspot.de / dog-caching.blogspot.de

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