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Online Hundetraining - Sinn oder Unsinn | CANDOG Fachseminare

WANN MACHT ONLINE-HUNDETRAINING SINN – FÜR HUNDEHALTER UND HUNDETRAINER.

Online-Hundetraining wird immer beliebter und das Internet wird sicher bald damit überschwemmt. Hundetraining in der Onlinewelt kann in verschiedenen Formen daher kommen.

  • Einzelberatung via Skype oder ähnlichen Anbietern
  • Trainingsvideos
  • Selbstlernkurse
  • E-Books
  • Webinare
  • Mitgliederbereiche, auf denen monatlich neue Inhalte für dich zur Verfügung stehen
  • Begleitete Online-Kurse

Und das kann alles bunt miteinander vermischt werden. Ein Hundetraining in der Onlinewelt soll dir Wissen vermitteln, deine Fähigkeiten im Training verbessern und dich motivieren. Es beantwortet dir deine Fragen, die du zu dem Thema hast und zeigt dir, wie du dein Problem lösen kannst. Es erfüllt damit genau das, was auch ein Hundetraining im realen Leben dir bieten sollte.

Ich selbst biete Webinare, Online-Kurse und auch eine Beratung online für HundehalterInnen an. Außerdem nutze ich meine Online-Kurse und meine Webinare auch als Unterstützung für meine KundInnen vor Ort, die ich im 1-zu-1-Training betreue. Und ich unterstütze online andere Unternehmerinnen, besonders in der Hundebranche, dabei ihre Dienstleistungen online zu bringen und zu verkaufen.

Wann ist Online-Hundetraining für dich als HundehalterIn sinnvoll

Die räumliche Entfernung spielt natürlich keine Rolle mehr und du kannst du mit deiner WunschtrainerIn zusammen arbeiten. Es wird nur ein normal schneller Internetanschluss benötigt.

Du sparst dabei die Kosten für die Anfahrt und natürlich auch Zeit, weil du dich nicht ins Auto setzen und losfahren musst. Feierabend-Verkehr kann ziemlich nerven und Training findet ja oft genau zu dieser Zeit statt. Online-Hundetraining leistet damit sogar einen Beitrag zum Umweltschutz. 😉

Du kannst das Training zeitlich ganz individuell gestalten, weil die Anfahrtszeiten wegfallen. Wenn dein Hund sich nur 15 Minuten konzentrieren kann, ist das kein Problem – denn die Einheiten kannst du selbst festlegen. Eine HundetrainerIn könnte es sich nicht leisten für 15 Minuten zu dir nach Hause zu kommen. Und dein Hund wird erst mal nicht durch eine fremde Umgebung oder andere Hunde abgelenkt – du entscheidest selbst, wo das Training stattfindet.

Bei Selbstlernkursen bestimmst du zu 100%, wann du die Inhalte bearbeitest und kannst auch das Tempo selbst bestimmen. Es spielt keine Rolle, ob du 2 Wochen oder 7 Monate für die Bearbeitung des Kurses brauchst. Du allein entscheidest darüber.

Das Material steht dir nach dem Kauf meist ein Jahr oder auf Lebenszeit zur Verfügung. Dadurch kannst du immer wieder reinschauen und das Training auffrischen. Meine Online-Kurse stehen dir immer ein Jahr nach dem Kauf zur Verfügung, denn ich möchte, dass du meine Kurse auch bearbeitest und sie nicht jahrelang einstauben.

Und du kannst Geld sparen, weil das Training online günstiger ist.

Oft hast du auch die Möglichkeit in das Training reinzuschnuppern, da Anbieter von Onlinetrainings dir die Möglichkeit bieten, sie kennenzulernen – in Blogartikeln, Newslettern, in kostenlosen YouTube-Videos oder anderen Formaten.

Das klingt zu schön um wahr zu sein? Training in der Onlinewelt hat nicht nur Vorteile. Du musst auch ein paar Sachen beachten, die über deinen Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Schaffst du es auch allein?

Je nach Angebot hast du nicht immer die Möglichkeit Fragen an die TrainerIn zu stellen.

Ein aufgezeichnetes Webinar oder ein Selbstlernkurs bieten dir keine Möglichkeit bei der TrainerIn nachzufragen. Von so einem Angebot kannst du nur profitieren, wenn du Inhalte und Übungen selbstständig umsetzen kannst. Wenn du weißt, dass du schnell unsicher wirst, solltest du lieber eine Variante wählen, in der eine Begleitung durch die TrainerIn dabei ist, zum Beispiel in Form von Einzelberatung oder einer moderierten Gruppe, in der du Fragen stellen kannst. Oder du entscheidest dich für ein Live-Webinar, bei dem du sofort nachfragen kannst. Und natürlich kannst du auch gleich Vorträge, Seminare oder ein Training im realen Leben besuchen. Achte deshalb immer auf das Angebot und was genau es beinhaltet.

Die Grenzen des Online-Hundetrainings

Ein Online-Hundetraining unterwegs auf der gewohnten Gassistrecke ist technisch nicht leicht umsetzbar. Es wird dir zumindest sicher schwer fallen einfach Gassi zu gehen und dich dabei aus einer Vogelperspektive zu filmen, damit deine TrainerIn dich live dabei sieht und dir eine Rückmeldung geben kann. Da Hundetraining in den meisten Fällen bedeutet, dass das Verhalten von Menschen verändert wird, ist es unumgänglich, dass Training auch auf den gewohnten Strecken stattfindet. Wenn du merkst, dass es dir schwer fällt, das Training auf deinen gewohnten Strecken umzusetzen, brauchst du Unterstützung direkt vor Ort und das geht nur mit einer TrainerIn, die auch live anwesend ist. Hier ist deine Eigenverantwortung gefragt und auch deine Fähigkeit dich selbst zu reflektieren – reicht dir Training online oder brauchst du mehr Unterstützung, damit du dein Verhalten verändern kannst.

Vielleicht fehlt es dir an Motivation

Die Motivation durch die TrainerIn fehlt je nach Angebot – in reinen Selbstlernkursen motiviert dich niemand, die Aufgaben zu erfüllen oder dran zu bleiben. Du musst dich selbst motivieren zu trainieren und deshalb solltest du sofort nach dem Kauf loslegen. Und da spreche ich aus eigener Erfahrung, denn ich habe mir auch schon einige Online-Kurse gekauft. Umso teurer sie waren, umso mehr habe ich mich dahinter geklemmt. Das hört sich im ersten Moment etwas traurig an, aber es entspricht der Wahrheit – wie oft hast du schon einen kostenlosen tollen Blogartikel gelesen und von den Tipps nichts umgesetzt? 😉

Ein Onlinekurs, der mit einer Gruppe von Menschen durchgeführt wird, die zum Beispiel durch eine Facebook-Gruppe miteinander in Verbindung stehen, hilft dir auch dich zu motivieren. Außerdem kann der Austausch mit wertschätzenden Menschen eine große persönliche Bereicherung für dich sein, weil du dadurch nicht nur die Lerninhalte besser bearbeiten kannst. Wenn es dir also schwer fällt, dich selbst zu motivieren, dann investiere lieber in Online-Hundetraining, in dem du durch eine Gruppe oder Einzelberatung getragen wirst.

Wann Online-Hundetraining für dich als HundetrainerIn Sinn macht

Online Hundetraining als Geschäft | CANDOG FachseminareMit Online-Training kannst du als HundetrainerIn ganz flexibel arbeiten. Du kannst Angebote schaffen für Einzelpersonen, aber auch für Gruppen. Du kannst schreiben, Audios aufnehmen, Videos produzieren, Webinare halten oder mit den Menschen skypen. Du kannst so arbeiten, wie es dir am besten gefällt – wichtig ist nur, dass du deine Leute von A nach B bringst und ihnen bei der Problemlösung nützlich bist. Dabei kannst du viel mehr Praxis einbauen als bei einem Buch. Und du kannst auf verschiedenen Sinneskanälen deinen KundInnen Informationen vermitteln.

Think big!

Für dich als TrainerIn bedeutet der Schritt in die Onlinewelt eine große Bereicherung, denn du kannst viel mehr Menschen erreichen. Menschen auf der ganzen Welt können von deinen Trainingsideen profitieren, sofern du ihre Sprache sprichst. Hast du eine Vision wie ich? Möchtest du vielen Menschen helfen, damit sie das Zusammenleben mit ihren Hunden wieder genießen können? Mit Online-Kursen kannst du viele Menschen erreichen und es viel mehr Menschen möglich machen, mit dir zu arbeiten.

Jede TrainerIn wird irgendwann an den Punkt kommen, an dem sie mehr Anfragen als verfügbare Zeit hat – entweder stellst du dann jemand ein oder du erstellst ein System, mit dem du mehr Menschen zur gleichen Zeit helfen kannst z.B. in einem Online-Kurs. Und du kannst Menschen mit deinen Online-Kursen eine Zusammenarbeit mit dir ermöglichen, die sich Einzeltraining nicht leisten können oder zu weit weg von dir leben.

So baust du dir ein zweites Standbein auf

Oder du kommst an den Punkt, an dem du merkst, dass du täglich mehr als vier Einzelstunden nicht mehr schaffst. Und trotz sechs Tage die Woche, kannst du davon zwar leben, aber dir nichts für deine Altersvorsorge zurücklegen oder mal entspannt in den Urlaub fahren. Ich war vor drei Jahren mit vier Einzelstunden am Tag gut beschäftigt. Vier Einzelstunden bedeuteten mit Anfahrt, Vorbereitung und Nachbereitung meist 7 bis 8 Stunden Arbeit. Der ganze andere Rest blieb liegen, denn als Selbstständige hatte ich natürlich auch mehr zu tun als Einzelstunden abzuarbeiten. Meine Vision war begraben unter Arbeit und vielen Einzelstunden. Zeit sich selbst weiter zu entwickeln, gab es auch nicht. Ich hatte Glück, dass ich durch einen Umzug komplett bei null anfangen musste – damals wusste ich nur nicht, was ich für ein Glück hatte.

Durch Online-Kurse und Webinare konnte ich mir ein zweites Standbein aufbauen und verdiene damit natürlich auch Geld. Ich verdiene Geld auch wenn ich nachts schlafe oder im Urlaub bin. Das klingt toll, oder? Freue dich noch nicht zu früh und lies bitte weiter, denn wenn du jetzt loslegst mit deinem ersten Online-Kurs wirst du wahrscheinlich schnell frustriert aufgeben.

Achtung – Online-Hundetraining ist kein Ponyhof.

Die Welt wartet leider nicht auf dich und dein Online-Training. Außer du hast dir schon in den letzten Monaten oder Jahren eine hohe Bekanntheit und Sichtbarkeit online erarbeitet. Natürlich wird sich deine Sichtbarkeit auch erhöhen durch dein Online-Training, aber das nur auf sehr lange Sicht.

Du solltest auch nicht glauben, dass du dein Angebot auf deine Homepage stellst und plötzlich Hunderte begeistert kaufen. Das wird nur funktionieren, wenn du täglich sehr sehr sehr viele Menschen auf deine Homepage ziehst und diese sich dann auch deine Seiten genau ansehen. Und deine Verkaufsseite schlussendlich überzeugt. Die wenigsten deiner Homepage-Besucher wissen aber, dass sie dich brauchen und dass dein Angebot für sie sehr nützlich sein kann.

Deshalb verkaufen sich Online-Trainings nicht im Schlaf, sondern auch durch viel Arbeit. Du solltest den Prozess, den du in deinem Online-Produkt anbietest, schon mal mit einer KundIn durchlaufen haben, denn dann weißt du, wo Probleme lauern können und wo genau deine KundIn welche Unterstützung braucht.

Du beschließt einen Online-Kurs zu erstellen und entscheidest dich zum Beispiel für einen Selbstlernkurs. Nachdem du den Kurs erstellt hast, musst du ihn technisch umsetzen.

Du brauchst eine Verkaufsseite für den Kurs und im besten Fall ist diese mit einem Zahlungsanbieter verknüpft, damit deine neue KundIn sofort kaufen kann.
Den Zahlungsanbieter solltest du mit deinem Newsletter-Anbieter verknüpfen, der sofort nach dem erfolgreichen Kauf deiner neuen KundIn die Zugangsdaten oder Unterlagen zum Kurs an sie per E-Mail verschickt.

Und damit Menschen dich und deine Online-Angebote finden, solltest du für Sichtbarkeit sorgen, dir eine E-Mail-Liste aufbauen und dich darum bemühen, dass du deiner E-Mail-Liste Mehrwert bietest und sie ausbildest. Du nimmst ihnen die Zweifel und zeigst ihnen, dass du eine ExpertIn bist. Und du bietest deine Hilfe in Form von deinen Online-Angeboten an. Das war jetzt der Schnelldurchlauf im ganz groben Überblick.

Du musst also nicht nur mit Technik kämpfen, du musst auch verstehen, wie Verkaufen funktioniert. Deshalb solltest du in dich selbst investieren und dir Unterstützung auf diesen Gebieten holen. Und damit meine ich nicht die technische Abwicklung sofort abzugeben, sondern du brauchst einen Coach, der dich ausbildet und dich auf diesem Weg begleitet. Erst als ich in mich selbst investiert habe, konnte ich dank meiner Mentorin richtig durchstarten. Denn ohne Strategie und Fokus verlierst du dich zu schnell in den eine Millionen Kleinigkeiten, die dir auf diesem Weg begegnen werden. Und glaub mir, das große Ganze zu überblicken, ist manchmal nicht so leicht. Und neben all diesen Sachen gehört zu einem wachsenden Unternehmen auch eine Persönlichkeit, die mit wächst. Um das zu verstehen, musste ich diesen Prozess erst selbst an mir erleben.

Kann Online-Training jedes Problem lösen?

Ich denke nicht, aber wo du deine Grenzen ziehst und was du anbietest, ist dir überlassen. Du solltest dich immer nur fragen, ob die Hundehalterin oder der Hundehalter es zu Hause allein umsetzen können.

Fazit

Online-Hundetraining ist eine große Bereicherung und egal, ob du HundehalterIn oder HundetrainerIn bist – du solltest die Möglichkeiten nutzen, die sich dir bieten.

 Als HundehalterIn solltest du dir bewusst sein, was du brauchst und dir das passende Angebot raussuchen. 
 Als HundetrainerIn solltest du dir klar machen, wie du in den nächsten Jahren arbeiten willst und was deine Vision ist. Wenn Online-Hundetraining sich für dich passend anfühlt, dann leg los.  

Webinare mit Ulli Seumel findest du hier

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Über die Autorin
Ulrike Seumel Hundetrainerin - CANDOG FachseminareUlrike Seumel arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Potsdam. Sie schreibt einen Blog über Hundetraining und liebt Gemüse über alles.

Eine fundierte Ausbildung bei CumCane, ständige Weiterbildungen und Erfahrungen mit den verschiedensten Menschen und Hunden bilden die Grundlage ihrer Arbeit.

Zum Training mit Hunden und ihren Haltern kam sie über ihren Hund Paco, da der Ratschlag Angst zu ignorieren, keinen Erfolg brachte und Paco nicht mehr das Haus verlassen wollte. www.dogitright.de


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One Comment, RSS

  • Angela Schmitt

    says on:
    26. November 2017 at 19:32

    Vielen Dank für die interessante Seite hier. Habe selber 2 Hunde und bin immer für jeden Tipp dankbar.
    Online Training für Hunde gibt es noch gar nicht so viele. Muss mal überlegen, vielleicht wäre das ja auch was für mich 🙂

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